Operationsverfahren und Narkose
Die Operation findet grundsätzlich unter Vollnarkose statt. Zusätzlich wird in der Narkose die Brust örtlich betäubt. Die Platzierung des Implantats ist neben der Größenbestimmung entscheidend für die Natürlichkeit des Aussehens. Hierfür muss es möglichst nah an die Mittellinie zum Brustbein eingesetzt werden. Zudem muss es die Brusttasche komplett ausfüllen. Ein Hautüberschuss muss durch das Implantat ebenfalls aufgefüllt werden. Aus diesen Gründen erfolgt die Platzierung direkt hinter der Brustdrüse. Bei Frauen mit extrem dünnem Hautmantel kann eine Platzierung gegebenenfalls hinter dem Brustmuskel nötig sein.
Der häufigste Grund für eine Verunreinigung der Implantattasche mit Keimen, die eine Infektion auslösen und dann zur gefürchteten Kapselfibrose führen können, ist ein operativer Zugang durch Drüsen wie etwa bei der Schnittführung durch die Achselhöhle (Schweißdrüsen) oder über einen Vorhofrandschnitt (Brustdrüse). Daher ist es besonders wichtig, einen Zugang zu wählen, der Ihnen größtmögliche Sicherheit garantiert. Wir bevorzugen den Schnitt in der Unterbrustfalte. Dieser bietet die meisten Vorteile: keine Verletzung der Brustdrüse, keine Gefährdung der Sensibilität der Brustwarze und für Außenstehende kaum erkennbar.
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff birgt auch eine Brustvergrößerung Risiken. So können in seltenen Fällen Nachblutungen, Infekte sowie Wundheilungsstörungen auftreten. In äußerst seltenen Fällen kann es zu einer Verhärtung (Fibrose) und/ oder einer Schrumpfung (Kontraktur) der Kapsel kommen. Die Fachliteratur gibt einen Prozentsatz von 5-8% für das Auftreten dieser Komplikation an. In unserer Klinik liegt der Prozentsatz bei unter 2%.
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